Welcome to Iran!

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„Welcome to Iran!“ schallt es uns immer wieder entgegen, wenn wir durch die orientalischen Gassen kleinerer Orte spazieren oder uns durch den dichten Verkehr in Teheran kämpfen. Der Iran ist ein eindrucksvolles Land … voller Schönheit, Vielfalt und Freude, beeindruckender historischer Plätze, faszinierender Natur und herzlicher Menschen, die unglaublich interessiert an Ausländern sind. Es liegt aber auch eine drückende Stimmung über dem Land, eine Atmosphäre der Restriktionen, Verbote und vor allem der Frauenunterdrückung. Letzteres haben wir in den 7 Wochen, die wir nun schon die persische Kultur in uns aufsaugen, am deutlichsten und häufigsten gespürt.

Repressalien und Einschränkungen gab es aber auch in Momenten und Situationen, auf die ich als Mitteleuropäer nie im Leben gekommen wäre! So ist es Iranern beispielsweise verboten, Touristen bei sich zu Hause aufzunehmen, mit ihnen gemeinsam in den Urlaub zu fahren und Freizeit zu verbringen sowie mit ihnen befreundet zu sein. Ganz ehrlich: Das haben wir erlebt, als wir mit unseren Freunden aus Teheran in deren Auto von der Insel Hormoz am Persischen Golf zurückkehrten. Die Polizei hielt uns an, stellte unangenehme Fragen, untersuchte unsere Pässe und wies unsere iranischen Freunde zurecht, dass es eigentlich verboten sei, was sie da tun!

In Teheran haben wir miterlebt, wie junge Iraner, die sich abends einfach nur auf einer Brücke oder auf einem Hügel versammelten, um die Aussicht zu genießen und Tee zu trinken, von der Polizei in die Flucht getrieben wurden. Das Sich-Versammeln an öffentlichen Plätzen zu bestimmten Uhrzeiten scheint also auch ein „Verbrechen“ zu sein. Die Iraner könnten ja auf die Idee kommen, sich zu verbünden und eine Revolution anzuzetteln!

In der Tat werden die iranische Regierung sowie die Mullahs genannten Geistlichen von den meisten Menschen im Land verachtet. Die Wut auf die Regierung und geistliche Führung ist groß, ein Wandel überall gewünscht. Doch so einfach ist es leider nicht …

Die Menschen fürchten die Polizei und es herrscht keine hundertprozentige Einigkeit und Entschlossenheit zu handeln in der Bevölkerung. Doch genug mit der Politik! Wenden wir uns lieber unseren Reiseerfahrungen zu!

Diese waren nämlich alles andere als deprimierend oder negativ! Wir wurden unzählige Male „Opfer“ überschwänglicher Gastfreundschaft, höflicher Neugier und herausragender Großzügigkeit, die sowohl von jungen und alten Menschen, von Frauen und Männern sowie von Städtern und Dörflern ausging und sich durch alle Gesellschaftsschichten zog!

Die Gastfreundlichkeit im Iran ähnelt der in der Türkei stark, erreichte für mich aber ein neues Level. Hazal und ich fühlten uns stets gut aufgehoben und absolut sicher im ganzen Land!

Darüber hinaus ist der Iran reich an uralten Kulturgütern, leckeren vegetarischen Speisen (Wer hätte das gedacht?!) und atemberaubenden Naturschönheiten … aber seht selbst :-)!

 

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